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Professor Dr. Dr. Spitzer

Aktivitäten

Vortrag Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer

„Digitale Demenz“

Der Anlass war perfekt: Am 12.12.12. beging der Förderverein des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums sein 25-jähriges Jubiläum. Um den Feierlichkeiten einen entsprechenden Rahmen zu geben, wurde dazu der  prominente Neurowissenschaftler und Buchautor Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer zum Forumsgespräch in die Aula des BvG eingeladen.

Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer referiert im Rahmen
der Forumsgespräche am Bertha-von-Suttner-Gymnasium.

Sowohl die geladenen Mitglieder des Fördervereins als auch viele interessierte Lehrer, Schüler und deren Eltern erlebten einen interessanten Abend voller Informationen zum Thema Digitale Medien.
Ob Herr Prof. Spitzer in seinem Vortrag nun über den Londoner Taxifahrer und dessen ausgeprägte Gehirnregionen oder über das 7-jährige Mädchen, welches trotz einer fehlenden Hirnhälfte sich gänzlich unauffällig entwickelt hat, referierte - die Zuhörer lauschten seinen Worten voller Spannung. Ging es doch schlussendlich darum, inwiefern der Gebrauch der von uns allen genutzten digitalen Medien wie z. B. Navigationsgeräte, Computer und dergleichen unsere Gehirnleistungen und somit unsere Intelligenz beeinflussen.


Sehr anschauliche Eindrücke beim Blick in das menschliche Gehirn.

Die Entwicklungen, welche sich aus der Nutzung der digitalen Medien ergeben, sind für Prof. Spitzer mehr als bedenklich. Der Neurowissenschaftler sieht durch die Gefahren, die sich aus der Auslagerung der geistigen Arbeit durch Googeln, Surfen und Chatten ergeben, die Lernfähigkeit drastisch vermindert und Oberflächlichkeit antrainiert. Und auch die insbesondere für Jungen herrschende Gefahr der Computerspielsucht ist für ihn alarmierend. Zum Beweis führt er zahlreiche wissenschaftliche Studien an. Für ihn verbergen sich hinter Aussagen über "erfolgreiches Handeln und Verhalten", welches durch die Nutzung der digitalen Medien entstehen soll, entweder blankes Unwissen oder skrupellose kommerzielle Interessen.

Elan, Engagement und Leidenschaft fürs Thema waren bei
Prof. Spitzer den gesamten Vortrag über spürbar.

Ganz deutlich wurde Professor Spitzer in Bezug auf den Einsatz von E-Books und Smartboards zur Unterstützung des Unterrichts. Hängt doch der Erfolg des Lernens in seinen Augen nicht von der Nutzung der technischen Hilfsmittel - für welche seiner Meinung nach meist auch keine sinnvolle Software vorhanden ist - ab, sondern vor allem von einem entsprechenden pädagogischen Konzept und entsprechend ausgebildetem Lehrpersonal. Hierdurch kann wieder - wie es bei Kleinkindern der Fall ist, wenn sie beispielsweise das Laufen oder Sprechen erlernen - Freude am erarbeiteten Wissen geweckt werden. Und diese Freude ist der Faktor schlechthin, welcher ein erfolgreiches Lernen ermöglicht.

Darstellung der Gehirnbildung durch
positive und negative Faktoren über die Lebenszeit.

Es war für alle spürbar, wie wichtig Herrn Prof. Spitzer dieses Thema und damit verbunden die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen ist, und so musste er seinen Vortrag nach gut 90 Minuten auch selbst diszipliniert zum Abschluss bringen. Den gut 200 Zuhörern wurde der per Beamer anschaulich bebilderte Vortrag keine Minute langweilig und sie hatten noch jede Menge Fragen. Diese beantwortete Herr Professor Spitzer anschließend gerne beim Signieren seines Buches.

Im Anschluss an seinen Vortrag beantwortet Prof. Spitzer
gerne noch persönlich Fragen und signiert sein Buch "Digitale Demenz".

Wir freuen uns über den erfolgreichen Jubiläumsabend und danken Herrn Professor Spitzer an dieser Stelle noch einmal herzlich für diesen faszinierenden Vortrag.

 
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