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Südwest Presse
Samstag, 2. März 2013

Erfolgsgeschichte
mit dem Thema Energiesparen



MICHAEL JANJANIN


Kreis Neu-Ulm.
Der Landkreis Neu-Ulm hat seine Lektion gelernt. Des Menschen Gewohnheiten beim Energieverbrauch haben sich seit der Steinzeit eingeschliffen: Wer viel Holz ins Feuer wirft, hat es schön warm. Wer diese Grundwahrheit verfeinern und aufzeigen will, dass es auch Wege gibt, mit weniger Energieverbrauch wohlige Wärme zu erzeugen, braucht einen langen Atem. Kreistag und Verwaltung des Landkreises Neu-Ulm haben acht Jahre gebraucht, bis der endgültige Erfolg des Konzepts des Energiecontracting seine Wirkung zeigt. Seit der gestrigen Sitzung des Umwelt-ausschusses ist es amtlich: Die 2008 mit der Firma Wisag vertraglich festgelegten Energieeinspar-Ziele sind nahezu erreicht: Dass Investitionen, die in der Energietechnik von 13 landkreiseigenen Gebäuden getätigt werden, durch Einsparungen gegenfinanziert werden.
"Allein durch die Sanierung der Inge-Aicher-Scholl-Realschule haben wir eine Einsparung an Wärmeenergie von 65 Prozent erzielt", sagte Landrat Erich Josef Geßner. Vor allem kreiseigene Schulen und Verwaltungs-gebäude in Neu-Ulm, Weißenhorn, Vöhringen und Illertissen gehören zum Auftragsumfang. Das Bio-masse-Kraftwerk im Schulzentrum Pfuhl sei in den letzten Jahren zudem kontinuierlich so weit verbessert worden, dass auch die Heizung des Suttner-Gymnasiums daran angeschlossen

werden könnte. Nach Kündigung der alten Lieferverträge ist dies im Jahr 2018 möglich.
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 Die Idee einer
 Energie-AG
 von Schülern

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Ein Erfolgsmodell sei dieses Energiekonzept, das auf eine Energie-AG des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums unter Leitung der Lehrerin Margit Fluch zurückgeht. Richard Ambs (CDU) erinnert sich noch, "wie uns Frau Fluch im Nacken saß mit ihren Modellen". Auch in dieser Ausschusssitzung saß sie hinter dem Kreisrat - als gewürdigte Besucherin. Geßner anerkannte ebenfalls die Weitsicht, die dem Konzept zugrunde liegt. "Wir und zwei weitere Gebietskörper-schaften waren damals die Vorreiter. Die oberste Baubehörde macht es nun den Kommunen landesweit schmackhaft." Die Freien Wähler werten das Contracting ebenso als ein Modell, "das vielen Privatleuten und Firmen Vorbild ist", erklärte Gerhard Leopold.
Die positive Momentaufnahme zeige, dass "Energiepolitik ein Dauerthema ist, das früh aufgenommen werden muss, um es mit Geduld weiterzutragen", sagte Hermann Geiger (SPD). Kreisrat Peter Ehrenberg (Grüne) ist wichtig, das Controlling über den trotz aller Nachrüstung mit modernen Anlagen zunehmenden Stromverbrauch nicht aus den Augen zu verlieren. Dieser hängt nach Ansicht der Fachleute unter anderem mit der verstärkten Nutzung der Schulgebäude und dem höheren Technisierungsgrad der Einrichtungen zusammen.

 
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