Jahresbericht 2009/2010 - Foev-bvsg

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Jahresbericht 2009/2010

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Aus dem Jahresbericht 2009 / 2010


Als eines der großen Projekte des Fördervereins war der „ABITag“, den der Verein in engster Zusammenarbeit mit der Schule alle zwei Jahre für die Oberstufenschülerinnen und -schüler des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums Neu-Ulm und der benachbarten Gymnasien durchführt. Am 7. Oktober 2009 belegten fast 40 universitäre Einrichtungen und namhafte Unternehmen aus der Region und aus ganz Süddeutschland mit ihren Ständen das Bertha-von-Suttner-Gymnasium. Sowohl in Einzelgesprächen als auch in einer Reihe von Vorträgen konnten Informationen zu Berufen und Ausbildungsmöglichkeiten vermittelt werden.
Es war wieder ein organisatorischer und finanzieller Kraftakt aller Beteiligten, der aber nach Meinung vieler Teilnehmer und Besucher der Mühe wert ist und den zukünftigen Abiturienten möglichst viele erfolgreiche Wege ins Studium und ins spätere Berufsleben aufzeigen soll.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Forumsgespräche“ konnte der Präsident des Deutschen Lehrerverbands Josef Kraus für einen Vortrag in der Aula des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums gewonnen werden. In seiner „streitbaren Rede“ setzte sich der aus den Medien bekannte Bildungsexperte und Repräsentant von 160 000 organisierten Lehrern und Lehrerinnen mit den aktuellen Themen der Bildungspolitik auseinander. (s. hierzu auch Bericht aus der NUZ vom 21. Juni 2010 weiter unten)



Nach den sehr positiven Erfahrungen, die der - Förderverein - im Schuljahr 2008/09 mit der Offenen Ganztagsbetreuung (OGTB) gemacht hat, haben wir diese Aufgabe auch im Schuljahr 2009/10 als Kooperationspartner der Schule übernommen. Der Freistaat Bayern trägt seit diesem Schuljahr weitgehend die Personalkosten für dieses Betreuungsangebot.


Die Pflege und der Kontakt zu und unter den Ehemaligen, wofür der Verein vor Jahren gegründet wurde, wird unter anderem dadurch gefördert, dass der Vorstand jedem Abi-Jahrgang, der vor 20 Jahren die Reifezeugnisse überreicht bekam, behilflich ist, ein Jahrgangstreffen zu organisieren. Den Abi-Jahrgängen 1984 bis 1999 haben wir dazu verholfen, 20 Jahre nach dem Abitur sehr gelungene nostalgische Besichtigungstouren im Schulhaus zu organisieren, wobei der Förderverein die Teilnehmer auch zum Umtrunk einlädt.
Im Rahmen einer Interview-Reihe im suttner journal berichten Ehemalige über Ausbildungs- und Berufserfahrungen und erfolgreiche Karrieren nach ihrem Abitur am Bertha-von-Suttner-Gymnasium.


Der Förderverein hat wie in den letzten Jahren besondere Leistungen der Abiturienten ausgezeichnet und mit Preisen bedacht. Als Preise des Fördervereins erhielten die Jahrgangsbesten einen wertvollen Büchergutschein.


Fördermittel, die wir aus unseren Mitgliedsbeiträgen und Zuwendungen schöpfen, fließen auch regelmäßig der Finanzierung und Ausgestaltung schulischer Veranstaltungen zu, wie etwa dem Schüleraustausch, Chorprobentagen, ...



Die Aktivitäten des Fördervereins basieren weitgehend auf dem tätigen Engagement der Mitglieder des Vorstands und dem verfügbaren Budget, das sich im Wesentlichen aus den Mitgliedsbeiträgen und wenigen Zuwendungen speist. Es wäre Wunsch des Vorstands, wenn vor allem auch die Eltern ihre Verbundenheit mit der Ausbildungsstätte ihrer Kinder durch eine Mitgliedschaft im Förderverein zum Ausdruck bringen würden. Die moderaten Mitgliedsbeiträge von 20 Euro im Jahr könnten uns helfen, Aktivitäten zum Wohle der Ausbildung unserer Jugend am Bertha-von-Suttner-Gymnasium noch effektiver zu unterstützen. Beitrittserklärungen sind unter http://www.foev-bvsg.de im Internet zu finden oder im Schulsekretariat erhältlich.


Der Vorstand
Albrecht Grosch, Reinhard Ernst, Susanne Stöcker, Robert Stöhr, Carolin Ernst, Josef Kerscher und Franz Utzinger.

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Vortrag im Rahmen der vom Förderverein unterstützten
"Forumsgespräche am Bertha-von-Suttner-Gymnasium"
am 16. Juni 2010 in der Aula der Schule



"Nichts ist ungerechter als Gleichheit"
Vortrag von Lehrerverbands-Präsident Kraus am Suttner-Gymnasium
zur Bildungspolitik


Aus NUZ vom 21.Juni 2010
Von DAGMAR HUB
Pfuhl
Ob in der Presse, ob als TV-Talker:

Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, ist ein engagierter und wortgewandter Streiter, der seine Bedenken zur aktuellen Richtung der deutschen Bildungspolitik unzweideutig ausdrückt. Massive Befürchtungen, wie diese Bildungspolitik Bildung und Kultur im Land an die Wand zu fahren droht, und mögliche Wege der Richtungskorrektur erläuterte Kraus vor interessenten Eltern und Lehrer am Pfuhler Bertha-von-Suttner-Gymnasium.
Bedeutsamkeit, Differenziertheit und Realismus fordert Kraus von der Politik, die derzeit "jede Woche ein paar karierte Kaninchen aus dem bildungspolitischen Hut zaubert". Scharf prangerte er den Wahn an "jeder könne zu allem begabt werden". Leistung und Begabung, so Kraus, seien zu Negativ-Worten geworden, die jene Chancengleichheit bedrohen, die über Ganztages- und Gesamtschulen, Grippen und Kitas

erreicht werden soll. "Ich bin sehr in Sorge wegen der fortschreitenden Verstaatlichung der Erziehung", so der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, der die Akzeptanz der Verschiedenheit der Menschen im Schwinden sieht und eine "Schule jenseits von PISA" postuliert.
"Nichts ist ungerechter als Gleichheit", so Kraus. Sie schaffe ein "Was nicht alle haben, darf keiner haben; was nicht alle können, darf keiner können". Bildung aber entziehe sich jedem PISA-Test, da bei diesem Test kulturrelevantes kanonisches Wissen zu Politik, Religion, Musik, Kunst, zu Fremdsprachen und literarischem Verständnis nicht abgefragt werden können.
Letztlich messe PISA die Fähigkeit, den PISA-Test auszufüllen. So entstehe eine Gesellschaft von "ungefähr gleich Unwissenden". Unwissenheit aber führe dazu, manipulierbar zu werden, kein eigenes Urteil bilden zu können. Als Ausweg aus der Misere forderte Kraus eine wesentlich verbesserte Sprachförderung für sozial

Schwache und Migrantenkinder bereits im Kindergarten und in den Schulen Förderung durch Differenzierung. "Wir brauchen gebildetet Eliten", so Kraus, der in den Eliten den Treuhänderauftrag sieht, der Gesellschaft, den Menschen zu dienen.

 
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