Dr. Ulrich Eberl - Foev-bvsg

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Dr. Ulrich Eberl

Aktivitäten

Im Anschluss an unsere diesjährige Mitgliederversammlung hatten wir die große Freude, Herrn Dr. Ulrich Eberl mit seinem interessanten Vortrag „Smarte Maschinen – Aufbruch ins Zeitalter der Roboter und der künstlichen Intelligenz“ begrüßen zu dürfen.

Die Mitglieder des W-Seminar Physik haben das umfassende Wissen von Herrn Dr. Eberl auf diesem Gebiet genutzt, um sich sowohl in einem persönlichen Gespräch als auch während des Vortrages über dieses Thema informieren zu lassen.

Hier ihr Bericht:

Der Förderverein des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums Neu-Ulm präsentierte am 23.11.2016 einen Vortrag von Dr. Eberl, einem Zukunftsforscher, Industriephysiker und Wissenschaftsautor über Smarte Maschinen.

Wir, das W-Seminar Physik mit dem Rahmenthema: „Der humanoide NAO-Roboter – sein Einsatz als Avatar, in MINT-Fächern und bei Challenges“ (Q11), waren dazu herzlich eingeladen, vor allem, um Ideen und Anregungen für unsere Seminararbeit zu finden.

Dr. Eberl arbeitete bei Daimler und leitete bei Siemens 20 Jahre lang die Innovationskommunikation, zudem war er Gründer und Chefredakteur des international mehrfach ausgezeichneten Zukunftsmagazins „Picture of the Future“.


Er recherchierte auf der ganzen Welt. Anschaulich und präzise schilderte er die faszinierenden Entwicklungen auf dem Gebiet, das nicht nur alle Lebensbereiche des Menschen verändern wird, sondern auch den Kern unseres Selbstverständnisses trifft: die menschliche Intelligenz.

Eberl spricht in seinem Vortrag auch einen großen Trend an, der unser Leben bis 2050 bestimmen wird: Die Weiterentwicklung von smarten Maschinen. Das Naheliegendste ist die zukünftige Normalität der Nutzung von autonom fahrenden Autos. Der Fahrer wird sich in Zukunft also einfach in sein Auto setzen, sich entspannt zurücklehnen und das Auto fährt ihn zu seinem Ziel. Das große Problem dabei wird allerdings die Rechtsprechung, beispielsweise im Zusammenhang mit der Frage der Übernahme der Kosten im Falle eines Unfalls, verursacht durch den Ausfall der autonomen Steuerung, sein. Wer trägt hier die eigentliche Schuld und wer muss sich letztendlich dafür verantworten? Auch die Auseinandersetzung mit dem ethischen Aspekt bleibt bestehen. Bei einem drohenden Zusammenstoß bleibt also die Frage offen, wie das Auto hier entscheidet. Rettet es den Insassen oder weicht es auf den Gehweg aus und gefährdet mehrere Passanten?

Ein vergleichbares jedoch folgenschwereres Beispiel stellen die sogenannten Killer-Roboter dar. Nehmen wir an, ein Terrorist versteckt sich in einem Gebäude und die Polizei schickt einen Roboter hinein um diesen ausfindig zu machen, um dadurch ihre eigenen Leute zu schützen. Sobald der Roboter den Terroristen wahrnimmt, explodiert die mitgeführte Bombe, wodurch der Terrorist ums Leben kommt und dieser keine weiteren Menschen mehr gefährden kann. Ist es dem Roboter jedoch nicht möglich, den Terroristen beispielsweise von einem Obdachlosen zu unterscheiden, ist die vollständige Autonomität nicht vertretbar, da in diesem Fall ein Unschuldiger zu Schaden kommt. Hinter ausschlaggebenden Entscheidungen sollte also immer noch ein Mensch und nicht nur die Maschine stehen.

Trotz der bestehenden Problematik können smarte Maschinen eine große Hilfe für uns darstellen. Im Alltag als Haushaltshilfe oder als Rasenmähroboter genauso wie bei sehr genauen Messungen sowie auch als riesige Datenbank, die Ärzte beim Erstellen von Diagnosen unterstützt.

Auf das Thema „smarte Maschinen und Berufe“ wurde noch genauer eingegangen: So wurde beispielsweise die Frage gestellt, ob Roboter nicht den Arbeitern ihre Jobs wegnehmen würden. Daraufhin erklärte Herr Eberl, dass sich die Berufe wohl verändern werden, dies
stehe fest, aber die Menschen würden nicht vollständig von Maschinen ersetzt werden. Die meisten Tätigkeiten würden nur automatisiert werden wie zum Beispiel die Arbeit eines Arztes. Anstatt dass dieser selbst Ursachen für das Leiden seines Patienten sucht, hilft ihm
ein Roboter und berät ihn bei der Diagnose. Das Wichtige dabei ist aber, dass nicht die Maschine die Krankheit diagnostiziert, sondern dem Arzt nur zur Seite steht und ihn bei seiner Arbeit berät. Ähnlich würde es auch in der Buchhaltung in Firmen zugehen. Die Maschine hilft, der Mensch trifft die Entscheidung. In Zukunft werden wohl noch weitaus mehr Maschinen für verschiedene Zwecke eingesetzt werden, denn die Robotik steht erst am Anfang.

Die an diesem Abend vorgestellten Informationen halfen uns sehr bei der Themenfindung unserer Seminararbeit.

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü