Caecilia Fröhler-Sebastian Bachus - Foev-bvsg

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Caecilia Fröhler-Sebastian Bachus

Aktivitäten

Suttner Journal Juni 2012

Mathe und Physik in Augsburg

Interview mit Caecilia Fröhler und Sebastian Bachus

So einige werden die beiden noch kennen: Caecilia Fröhler und Sebastian Bachus haben im Jahr 2009 am Bertha-von-Suttner Gymnasium ihr Abitur gemacht. Heute studieren sie an der Universität Augsburg: Sebastian Bachus hat sich für das Fach Physik (Bachelor of Science) entschieden, Caecilia Fröhler für den Lehramtstudiengang in den Fächern Mathematik und Physik. Beide wohnen nach wie vor hier im Raum Neu-Ulm und fahren täglich zur Uni. Ein MINT-Fach in Augsburg – wie sind dort die Studienbedingungen? Und ist die Pendellösung einfach zu handeln? Das Redaktionsteam des Förderverein wollte dies und viele andere Dinge genauer wissen …

föv: Frau Fröhler, Herr Bachus, mit welchen Leistungskursen haben Sie seinerzeit am BvS Ihr Abitur gemacht?

Caecilia Fröhler: Meine Leistungskurse waren Mathematik und Französisch bei Frau und Herrn Ernst.

Sebastian Bachus:
Ich hatte Chemie und Physik bei Herrn Ehrhardt und Herrn Schießl.

föv: Wussten Sie damals schon in etwa oder sogar genauer, was Sie studieren möchten?


CF: Genau wusste ich es damals noch nicht, aber irgendwas Naturwissenschaftliches sollte es schon sein.

SB:
Solange ich noch zur Schule ging, habe ich mir darüber nicht sehr viele Gedanken gemacht; dass es etwas mit Physik oder Chemie zu tun hat, war mir irgendwie klar.

föv: Wie ging es zunächst nach dem Abitur weiter?


CF: Zuerst sind wir natürlich in den Urlaub gefahren! Dann habe ich zwei Semester Biochemie in Ulm studiert. Dabei habe ich aber recht schnell gemerkt, dass das doch nicht das Richtige für mich ist.

SB:
Nach dem Abi habe ich meinen Zivildienst in der Seniorenresidenz in der Friedrichsau gemacht
, was eine sehr gute Erfahrung war.

föv: Ihre Wahl fiel schließlich auf die Universität Augsburg. Was hat Sie zu dieser Entscheidung bewogen?

SB:
Über das Physikstudium an der Uni Augsburg hatte ich nur Gutes gehört. Außerdem wollte ich mal etwas Neues sehen und trotzdem noch in der Nähe bleiben.

CF:
Also zuerst einmal wollte ich nicht in Ulm weiterstudieren. Ich habe da einen Neuanfang gebraucht. Zum anderen gefällt mir das Profil des Lehramtsstudiums in Bayern. Da wird sehr viel Wert auf Praxiserfahrung im Studium gelegt. Zudem wollten wir gerne zusammen studieren.

föv: Fühlen Sie sich an Ihrer Universität und mit Ihrem Studienfach wohl?

CF:
Auf jeden Fall
!. Mir gefällt sehr gut, dass es dort viele verschiedene Studiengänge gibt, von Jura bis Materialwissenschaften. Man trifft immer wieder neue Leute, die etwas ganz anderes studieren. Es wird so also eigentlich nie langweilig.

SB:
Ja, ich fühle mich sehr wohl. Die meisten Vorlesungen gefallen mir gut und die Leute sind alle nett. Die Professoren sind sympathisch, vor kurzem haben einige Profs in Augsburger Clubs als DJs aufgelegt. Trotzdem ist es natürlich auch anstrengend, vor allem wenn es auf die Klausuren zugeht.

föv: Da Sie mit Physik beide dasselbe Fach, aber einmal als Bachelor of Science und einmal für das Lehramt an Gymnasien studieren, haben wir hier ja eine ideale Vergleichsmöglichkeit. Wie sehen Sie die Unterschiede?

SB:
Am Anfang unterscheiden sich unsere Studiengänge noch nicht sehr; in den ersten zwei Semestern hatten wir zum Teil dieselben Vorlesungen. Ab dem dritten trennt es sich immer mehr. Bei mir wird jetzt mehr ins Detail gegangen als bei den Lehrämtlern.

CF:
Mein Studiengang ist mathematikintensiver, da wird es teilweise ziemlich schwer. Außer Mathe und Physik habe ich noch andere Fächer, z.B. Schulpädagogik, Psychologie, etc.

„Wir fühlen uns sehr wohl!“: Caecilia Fröhler und Sebastian Bachus studieren an der
Universität Augsburg.

föv: Die Universität Augsburg kann ja gerade in jüngster Zeit zahlreiche nationale und internationale Erfolge vorweisen, so z.B. eine Goldmedaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (eine der wichtigsten Auszeichnungen, die diese renommierte Institution zu vergeben hat!) oder die "Highlights der Physik", die im Jahr 2010 dort stattfanden. In welchem Maße profitieren auch die Studierenden von dieser hohen wissenschaftlichen Qualität? Und war es schwer, hier einen Studienplatz zu bekommen?

SB: Bei meiner Bachelorarbeit wäre es natürlich toll, wenn ich einen Platz in so einer Forschungsgruppe bekommen würde. Falls ich später selbst in die Forschung gehen möchte, profitiert man auf jeden Fall davon, dass unser Physikinstitut so erfolgreich ist.

CF:
Trotzdem war es kein Problem mit dem Studienplatz, weil beide Studiengänge zulassungsfrei sind.

föv: Wie sind darüber hinaus die Studienbedingungen an der Uni in Augsburg – an vielen anderen Universitäten klagen die Studenten ja über überfüllte Hörsäle und dergleichen.

SB: In Physik- und Mathevorlesungen sind überfüllte Hörsäle kein Problem, aber andere Studiengänge sind ziemlich überlaufen.

föv: Sie wohnen beide nach wie vor hier im Neu-Ulmer Raum und pendeln täglich nach Augsburg. Das sind etwa 80 km einfach. Klappt diese Lösung gut?

CF+SB:
Am Anfang mussten wir uns natürlich erst einmal daran gewöhnen, den ganzen Tag unterwegs zu sein. Jetzt klappt es aber ganz gut, wir hatten mit unseren Stundenplänen Glück. Außerdem kann man die Zeit im Zug entweder zum Schlafen oder zum Arbeiten nutzen. Trotzdem ist es manchmal auch anstrengend.

föv: Wie sehen – aus Ihrer heutigen Perspektive – die Erinnerungen an Ihre Gymnasialzeit am BvS aus?

SB:
Ich habe mich im BvS immer wohl gefühlt, man hat jeden Tag seine Freunde gesehen und meine Leistungskurse haben immer Spaß gemacht.

CF:
Ich erinnere mich immer sehr gerne an meine Schulzeit am BvS zurück. Im Frühling mache ich hier auch mein Schulpraktikum.

föv: Wie schätzen Sie rückblickend Ihre Vorbereitung auf das Studium am BvS ein?

CF:
Ich glaube, die Facharbeit hat mich ganz gut auf das selbständige Arbeiten in der Uni vorbereitet.

SB:
Meine Leistungskurse waren eine gute Vorbereitung, das hat mir echt geholfen.

föv: Welchen Rat würden Sie den heutigen Schülern am BvS geben?

CF+SB:
Schulzeit genießen!!

föv: Wie sehen Ihre Wünsche für die Zeit nach dem Studium aus – haben Sie schon eine Vorstellung davon, wo Sie später gern arbeiten möchten?

CF:
An irgendeiner netten Schule in Bayern.

SB:
Da bin ich mir noch nicht ganz sicher, aber vielleicht werde ich ja mal Professor.

föv: Wir danken Ihnen beiden herzlich für das Gespräch und wünschen Ihnen für Ihr Studium und die Zeit danach noch viel Erfolg!

Interview: Heidi Debschütz und Karin Theimer
Foto: Caecilia Fröhler und Sebastian Bachus

 
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